Creme oder Salbe - was hilft?


Hautpflege je nach Hauttyp
Creme oder Salbe - was hilft?
Robert Kneschke/Shutterstock
Pflegeprodukte müssen an den Hauttyp angepasst sein, damit sie optimal wirken.

Die Wahl des richtigen Hautpflegeprodukts aus dem großen Angebot der Drogerien, Kaufhäuser und Parfümerien ist nicht immer einfach, vor allem bei empfindlicher Haut. Worauf Anwender achten sollten. 

Creme oder Salbe

Die Kosmetikindustrie versorgt uns regelmäßig mit Neuheiten: „verbesserte Rezeptur“, „frischerer Duft“, schickere Verpackung. Gerade Menschen mit problematischer Haut und Hauterkrankungen stehen ratlos vor den Regalen und versuchen, aus dem unüberschaubaren Angebot ein Pflegeprodukt zu wählen, das ihnen hilft oder zumindest nicht schadet.

Oft hört das Verständnis schon bei grundlegenden Begriffsunterscheidungen auf: In der Umgangssprache sind „Creme“ und „Salbe“ dasselbe, aber ihre Zusammensetzung und Wirkung sind unterschiedlich: Salben enthalten gar kein oder nur wenig Wasser. Sie versorgen die Haut mit Fett und bilden eine schützende Schicht. Cremes dagegen enthalten meist mehr Wasser und spenden Feuchtigkeit.

Die Cremes lassen sich zusätzlich noch nach ihrem „Emulsionstyp“ unterteilen, den man am besten mit dem Mischungsverhalten von Salatsauce erklärt: Enthält die Mischung mehr Wasser als Öl, schwimmen Fetttröpfchen im Wasser. Bei Cremes nennt man das eine Öl-in-Wasser-Emulsion (O/W). Sie zieht leicht in die Haut ein und spendet Feuchtigkeit. Ist dagegen der Ölanteil in der Mischung größer, verteilt sich das Wasser in Form von feinen Tröpfchen im Öl. Die Wasser-in-Öl-Emulsion (W/O) zieht nicht ganz so schnell ein wie die O/W-Emulsion, schützt die Haut aber besser vor dem Austrocknen.

Fett oder trocken

Jeder Hautzustand benötigt das passende Pflegeprodukt. Menschen mit fettiger und glänzender Haut vertragen keine fettreichen Produkte. Ihre Haut braucht eher eine fettaufnehmende, trocknende Pflege, wie zum Beispiel wasserreiche O/W-Emulsionen. Menschen mit trockener und schuppender Haut vertragen keine Produkte, die die Haut weiter austrocknen. Sie sollten eher schützende W/O-Emulsionen oder Salben verwenden.

Neurodermitiker beispielsweise haben eine sehr trockene Haut und müssen darauf achten, auch zwischen den Krankheitsschüben die Haut gut mit  Feuchtigkeit zu versorgen. Damit können sie einen erneuten Ausbruch vermeiden oder zumindest hinauszögern. Auch Patienten, die unter Schuppenflechte leiden, haben eine trockene Haut und können durch sorgfältige Pflege den Hautzustand verbessern.

Inhaltsstoffe

Ein Experte für Cremes und Salben ist Rolf Daniels, Professor für pharmazeutische Technologie an der Universität Tübingen. Er sagt: „Ich rate jedem Patienten mit Hautproblemen, sich in der Apotheke individuell zu informieren. Das ist preiswerter und für die Haut besser als das Ausprobieren immer neuer Pflegeprodukte, die im ungünstigsten Fall der Haut sogar mehr schaden als nützen können.“

Bei chronischen Hauterkrankungen ist die Pflege der Haut ein wichtiger Bestandteil der Therapie. Gleichzeitig reagiert die Haut empfindlich auf Inhaltsstoffe wie Konservierungsmittel, Farbstoffe und Parfüm. Die Hersteller vieler Pflegeprodukte aus der Apotheke verzichten daher auf überflüssige Zusätze. Wer überhaupt keine fertigen Pflegeprodukte verträgt, kann es mit Basisgrundlagen aus der Apotheke versuchen. Diese Grundlagen dienen hauptsächlich der Herstellung von individuellen Arzneimittelrezepturen und enthalten sehr wenige und gut verträgliche Inhaltsstoffe.

News

Haferkur gegen hohes Cholesterin
Haferkur gegen hohes Cholesterin

Messbarer Effekt

Haferkuren wurden schon in früheren Zeiten bei Diabetes empfohlen. Nun hat eine Studie untersucht, ob eine 2-tägige Haferdiät auch den Cholesterinspiegel senken kann.   mehr

Medikament verzögert Typ-1-Diabetes
Medikament verzögert Typ-1-Diabetes

Vor allem Kinder profitieren

Ein Typ-1-Diabetes muss immer mit Insulin behandelt werden. Es sei denn, man erkennt ihn schon im Frühstadium: Dann kann man mit einem neuen Antikörper die Entwicklung der Erkrankung um etwa 2 Jahre aufhalten – und damit auch erst einmal das Insulinspritzen.   mehr

Was kann der Reishi-Pilz?
Was kann der Reishi-Pilz?

Vom Baum in die Kapsel

Immer wieder geistern neue Ernährungstrends durch das Internet. Momentan ist der Reishi-Pilz in aller Munde. Als Pulver oder Extrakt soll er z. B. den Blutzucker bei Diabetes senken und Krebs bekämpfen. Stimmt das?   mehr

Stillen reduziert Blutkrebs-Risiko
Kind wird an der Mutterbrust gestillt.

Baby an die Brust!

Krebs ist bei Kindern zum Glück selten. Wenn sie aber daran erkranken, entwickeln sie häufig eine Leukämie. Diesem Blutkrebs kann offenbar mit Stillen vorgebeugt werden.   mehr

Was man zu B12-Mangel wissen sollte
Frau mit Konzentrationsproblemen hinter ihrem Computer. Dem kann auch ein Vitaminmangel zugrunde liegen.

Mehr als schlapp und müde

Ein Vitamin-B12-Mangel betrifft nur Menschen, die sich vegan ernähren? Und mit einem Präparat aus dem Supermarkt ist schnell wieder alles in Ordnung? Hier sind Fakten, die Schluss mit Mythen um den Vitamin B12-Mangel machen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Delphin-Apotheke
Inhaber Dr. Klaus Quinke
Telefon 0202/42 96 79 90
E-Mail info@delphin-apotheke-wuppertal.de