Nahrungsergänzungsmittel gegen Arthrose


Hält MSM, was es verspricht?
Nahrungsergänzungsmittel gegen Arthrose
Dragana Gordic/Shutterstock.com

Methylsulfonylmethan, auch MSM abgekürzt, gilt als Geheimtipp unter Arthrosegeplagten. Doch wirkt das Nahrungsergänzungsmittel tatsächlich?

Wenn das Knie schmerzt

Damit sich unsere Gelenke reibungs- und schmerzlos bewegen, sind die Knochenenden mit einer Knorpelschicht überzogen. Bei der Arthrose wird der schützende Gelenkknorpel jedoch nach und nach zerstört. Anfangs merken Betroffene oft nur ein Spannungsgefühl in den Gelenken. Später kommen Schmerzen bei Belastung und sogar in Ruhe dazu. Schreitet die Erkrankung weiter fort, zeigt sich das außerdem oft durch Bewegungseinschränkungen und Gelenkfehlstellungen.

Hoffnung auf Nahrungsergänzungsmittel

Heilbar ist die Arthrose bisher nicht. Betroffene haben die Auswahl zwischen verschiedenen Behandlungsmethoden wie Physiotherapie, Cortison-Spritzen oder sogar einer operativen Gelenkversteifung. Viele setzen jedoch auch auf Nahrungsergänzungsmittel, die die Regeneration des zerstörten Knorpels verspricht. Dazu gehört zum Beispiel Methlsulfonylmethan (MSM). Das Nahrungsergänzungsmittel ist rezeptfrei in der Apotheke erhältlich.

Studienlage: Dürftig

Ob MSM aber langfristig gegen Arthrose hilft, ist unter Wissenschaftler*innen noch nicht eindeutig geklärt. Bisher gibt es nämlich nur wenige Studien, die die Wirkung von MSM untersucht haben. Eine Zusammenfassung der Studienlage von 2017 kommt zu dem Schluss, dass MSM einen positiven Einfluss auf die Schmerzen und Funktionalität bei Arthrose hat. Doch oft ist nicht klar, ob die Ergebnisse auch klinisch relevant sind, also für die Betroffenen im Alltag spürbar sind. Ein weiteres Problem: Die Studien liefen meist nur über wenige Wochen, weshalb nicht absehbar ist, wie das Nahrungsergänzungsmittel die Arthrose auf Dauer beeinflusst.  

Bis weitere Daten zur Verfügung stehen, bleibt die Entscheidung über die Einnahme von MSM also jedem selbst überlassen. Eine Dosisempfehlung gibt es bisher noch nicht. In Studien nahmen die Proband*innen üblicherweise 3-6 Gramm pro Tag ein. Doch Vorsicht: Langfristige Gesundheitsrisiken durch MSM auf den Körper sind nur wenig untersucht. Kurzfristige Nebenwirkungen sind zum Beispiel Allergien, Verdauungsbeschwerden oder Hautausschläge.

Quellen: Medizin-transparent.at; Debbi et al. 2011; Pagonis et al. 2014; National Institute of Health; Liu et al. 2018

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