Vorsicht bei alter Sonnencreme!


Auch Sonnencreme altert
Sohn malt mit Sonnencreme auf dem Rücken des Vaters. Ein Zuviel an Sonnencreme schadet nur bei zu alten Produkten.
Max Topchii/Shutterstock.com

Wer die ersten sonnigen Frühlingstage draußen genießen möchte, sollte unbedingt an ausreichend Sonnenschutz denken. Da liegt der Griff zu den Restbeständen aus dem Vorjahr nahe. Eine Studie zeigt, warum der Neukauf die bessere Entscheidung ist.

Was Sonnencreme leistet und womit

Sonnencremes sollen vor allem eins: Die Haut vor schädlicher UV-Strahlung schützen. Viele Produkte nutzen dafür organische UV-Filtersubstanzen wie Octocrylen.

Sonnencreme altert

Französische Wissenschaftler*innen zeigten jedoch, dass sich genau dieses Octocrylen bei der Alterung zersetzt. Sie simulierten dazu künstlich einen Alterungsprozess von einem Jahr - also die Zeit, die eine angebrochene Flasche Sonnencreme üblicherweise im Schrank verbringt. Im Anschluss untersuchten sie die entstandenen Abbauprodukte. Und machten eine relevante Entdeckung: Eines der dabei entstehenden Zerfallsprodukte war Benzophenon, ein Stoff, der unter Verdacht steht, krebserregend zu sein

Benzophenon bleibt nicht auf der Haut

Denn Benzophenon bleibt nicht auf der Haut, sondern gelangt bis zu 70 % von der Haut ins Körperinnere. Die europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat den Stoff schon länger im Visier: Da Benzophenon in kleinsten Mengen auch in Lebensmitteln und deren Verpackungen vorkommt, hat sie Grenzwerte festgelegt. Diese besagen, wieviel Benzophenon täglich für die Gesundheit noch unbedenklich sind.

Bei Versuchen mit Proband*innen ergab sich nun, dass bei regelmäßigem Auftragen einer größeren Menge gealterter Sonnencreme dieser Grenzwert im Körper um ein Vielfaches überschritten wird. Die gute Nachricht: Die im Tierversuch als krebserregend beschriebene Dosis wurde dabei nicht erreicht.

Alternativen

Wer das Risiko aber trotzdem scheut, sollte die alte Sonnencreme lieber entsorgen. Denn frische octocrylenhaltige Sonnencreme enthält nur sehr geringe Mengen an Benzophenon. Alternativ gibt es in der Apotheke ein großes Angebot an Sonnenschutz ohne Octocrylen. Diese enthalten stattdessen mineralische Substanzen wie Titandioxid oder Zinkoxid, um vor der Sonnenstrahlung zu schützen. Diese werden von der Haut nicht aufgenommen.

Quelle: Deutsche ApothekerZeitung 12/2021

News

Ziegenmilch gegen Neurodermitis?
Ziegenmilch gegen Neurodermitis?

Babys vor atopischer Dermatitis schützen

Ziegenmilch statt Kuhmilch – könnte das Babys Haut vor Neurodermitis schützen? Eine Studie liefert Hinweise auf einen möglichen vorbeugenden Effekt. Für Kinder mit bereits bestehender Erkrankung gilt das allerdings nicht.   mehr

Sport hilft Kindern mit Autismus
Sport hilft Kindern mit Autismus

Von Tai Chi bis Trampolin

Bewegung tut gut – auch Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung. Eine aktuelle Studienübersicht zeigt: Bestimmte Sportarten können Gleichgewicht, Koordination und motorische Fähigkeiten verbessern.   mehr

Mikronährstoffe fürs Herz
Ältere Person vor dem Einnehmen einer Tablette. Manche Mikronährstoffe können die Herzgesundheit fördern.

Nützlich oder schädlich?

Ob Nahrungsergänzungsmittel dabei helfen, Herz und Gefäße gesund zu halten, wird immer wieder kontrovers diskutiert. Jetzt gibt es Hinweise, dass zumindest einige von ihnen doch vor Schlaganfall und Herzinfarkt schützen können.   mehr

Weniger Fleisch ist gesünder
Weniger Fleisch ist gesünder

Viele Vorteile für die Gesundheit

Was wäre, wenn….? Diese Frage hat sich ein amerikanisches Forscherteam in Bezug auf einen geringeren Fleischanteil in der Ernährung gestellt. Berechnungen am Modell haben erstaunliche Effekte auf die Gesundheit gezeigt.   mehr

Zum Check-up in die Röhre?
Zum Check-up in die Röhre?

Sinn und Unsinn von Ganzkörper-MRTs

Privatkliniken und Diagnostikzentren werben vermehrt mit MRTs für den gesamten Körper. Auf diese Weise sollen Erkrankungen früh entdeckt werden. Klingt verheißungsvoll, doch funktioniert das auch?    mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Delphin-Apotheke
Inhaber Dr. Klaus Quinke
Telefon 0202/42 96 79 90
E-Mail info@delphin-apotheke-wuppertal.de