Hantaviren auf dem Vormarsch


Scheune, Schuppen, Pferdestall
Hantaviren auf dem Vormarsch

In Deutschland mehren sich die Infektionen mit Hantaviren, warnt das Robert Koch-Institut (RKI). Übertragen werden die Krankheitserreger mit Mause-Kot und Mause-Urin. Darum aufgepasst beim Fegen und Putzen von Scheunen, Ställen und alten Gemäuern mit möglichem Nagerbefall.

Brennpunkte Bayern, Baden-Württemberg, Münsterland

Über 1200 Hantavirus-Erkrankungen wurden dieses Jahr schon gemeldet, ein infizierter Mann ist sogar verstorben, teilt das RKI mit. Gut zwei Drittel der Fälle traten in Bayern oder Baden-Württemberg auf. Ein besonders hohes Infektionsrisiko findet sich auf der Schwäbischen Alb, im Bayerischen Wald, im Spessart und in Unterfranken, weitere Brennpunkte sind das Münsterland und Osnabrück.

Rötelmaus als Überträger

Hantaviren werden von Nagetieren wie Ratten und Mäuse übertragen. In Deutschland sind vor allem Rötelmäuse für die Verbreitung der Erreger zuständig. Sie scheiden die Viren über ihren Urin, den Kot und den Speichel aus. Meist werden Hantaviren über den Staub eingeatmet, allerdings kann sich der Mensch auch durch einen Mäusebiss oder kontaminierte Lebensmittel anstecken.

Je nach Virustyp verläuft die Erkrankung unterschiedlich schwer, in Deutschland heilt die Erkrankung meist folgenlos aus. Fieber, grippeähnliche Beschwerden und Bauchschmerzen sind häufig, manchmal kommt es auch zu einer Einschränkung der Nierenfunktion und Blutungen. Eine spezielle Therapie bei Hantavirus-Infektion gibt es nicht, die Erkrankten werden symptomatisch behandelt, in schweren Fällen ist eine Intensivtherapie nötig.

Mäuse-Kot meiden

Eine Impfung gegen Hantaviren ist nicht verfügbar. Die einzige mögliche Prävention besteht darin, den Kontakt zu Mäusen und ihren Ausscheidungen zu meiden. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung für gibt dafür folgende Tipps:

  • Mäuse und Ratten in Wohnungen und Wohngebäuden bekämpfen. Besonders Keller, Dachboden und Nebenräume wie Garagen und Schuppen werden gerne von Mäusen besiedelt.
  • Lebensmittel und Tierfutter fest verschlossenen aufbewahren.
  • Nistmöglichkeiten für Mäuse einschränken, in dem Abfall und Sperrmüll nicht offen gelagert und rasch entsorgt werden; auf Komposthaufen dürfen keine Fleisch- und gekochten Essensreste, denn diese ziehen Ratten und Mäuse an.
  • Beim Fegen oder Reinigen von Scheunen und Schuppen keinen Staubsauger verwenden (welcher viel Staub aufwirbelt), stattdessen Staubschutzmasken und Handschuhe tragen.
  • Mäuse-Kot feucht entfernen und die Putztücher danach entsorgen.
  • Tierkadaver in Plastiktüten stecken, Plastiktüten verknoten und in den Hausmüll geben.
  • Nach dem Aufenthalt im Freien Hände gründlich waschen.

Quellen: Ärztezeitung, Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

News

Schlaf: Nicht zu kurz und nicht zu lang
Schlaf: Nicht zu kurz und nicht zu lang

Die Mitte macht´s

Viel hilft viel? Das gilt offenbar nicht beim Thema Schlaf. Denn nicht nur zu wenig Schlaf scheint Menschen schneller altern zu lassen. Das gleiche gilt wohl auch für zu viel Schlaf.   mehr

Hitze bedroht Gehirn und Nerven
Hitze bedroht Gehirn und Nerven

Von Schlaganfall bis Delir

Sommerliche Wärme wird von vielen Menschen als angenehm empfunden. Doch anhaltende Hitze und tropische Nächte können ernsthafte gesundheitliche Folgen haben – insbesondere für das Gehirn.   mehr

Wie viel Schreien ist normal?
Wie viel Schreien ist normal?

Quälende Säuglingskoliken

Viele Eltern kennen die Situation: Das Baby ist satt, frisch gewickelt und gesund – und schreit trotzdem über Stunden. Gerade in den ersten Lebensmonaten können sogenannte Säuglingskoliken Familien an ihre Belastungsgrenzen bringen. Was ist normal und wann muss das Schreien abgeklärt werden?   mehr

Augentropfen: 10 häufige Fehler
Eine Frau gibt Augentropfen ins Auge sein - sie versucht dabei, das Auge nicht zu berühren, um eine Verkeimung zu verhindern.

Was schief gehen kann

Ob bei einer Bindehautentzündung, Verletzungen des Auges oder einem hohen Augendruck: Augentropfen werden in vielen Fällen verordnet. Bei der Anwendung sollte man aber einige Fehlerquellen vermeiden.   mehr

Hilfe fürs Arthroseknie
Hilfe fürs Arthroseknie

Schmerzgele und -pflaster

Kniearthrose ist schmerzhaft – doch nicht immer ist der Griff zur Tablette nötig. Denn schmerzende Kniegelenke lassen sich auch von außen effektiv behandeln. Und zwar mit Schmerzpflastern und Schmerzgelen.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Delphin-Apotheke
Inhaber Dr. Klaus Quinke
Telefon 0202/42 96 79 90
E-Mail info@delphin-apotheke-wuppertal.de