Macht Kaffee gesund?


Deutlich mehr Nutzen als Schaden
Macht Kaffee gesund?

Kaffee ist für die meisten Bundesbürger ein unverzichtbares Lebensmittel. Doch wie wirkt sich der regelmäßige Konsum auf die Gesundheit aus? Aktuelle Studien sagen: sehr positiv!

Erhöht oder senkt Kaffee den Blutdruck? Fördert oder beeinträchtigt er den Schlaf? Steigert oder vermindert er das Depressionsrisiko? Sowohl Kaffeebefürworter als auch -gegner sahen bislang die Argumente auf ihrer Seite. Eine aktuelle Übersichtsstudie zeichnet hingegen ein überraschend eindeutiges Bild: Demnach zeigt Kaffee deutlich mehr gesundheitsfördernde als -schädigende Effekte. 

Drei Tassen Kaffee am Tag sind optimal

Ein britisches Forscherteam hat mehr als 200 Studien ausgewertet und kommt zu dem Schluss: Wer täglich um die drei Tassen Kaffee trinkt, senkt sein Risiko für

•    Herz- und Leberkrankheiten•    verschiedene Krebsformen
•    Typ-2-Diabetes
•    Parkinson-Krankheit
•    Alzheimer-Demenz
•    Depression.

Beruhigend für Koffein-Junkies: Wer mehr als drei Tassen täglich trinke, steigere seine Gesundheit zwar nicht weiter, schade ihr aber wahrscheinlich auch nicht. Schwangeren und Frauen mit Osteoporose empfehlen die Wissenschaftler allerdings, auf Kaffee zu verzichten.

Studien erlauben keine Aussagen über Ursache und Wirkung

Das letzte Wort zum Thema ist damit aber noch nicht gesprochen: Bei den ausgewerteten Studien handelt es sich nämlich größtenteils um Beobachtungsstudien, die keine Beziehung zwischen Ursache und Wirkung aufklären. So könnte es etwa sein, dass überdurchschnittlich gesunde Menschen häufiger Kaffee trinken als unterdurchschnittlich gesunde. Zu beachten ist auch, dass sich die Wirkung großer Kaffeemengen noch nicht sicher beurteilen lässt. Zudem werden Cappuccino, Latte macchiato und Co. meist mit Zuckern und Fetten konsumiert, die wiederum gesundheitsschädigend wirken können.

Der Stoffwechselexperte Eliseo Guallar zieht dennoch ein eindeutiges Fazit aus den Studien: „Ein moderater Kaffeekonsum scheint erstaunlich sicher zu sein und lässt sich von den meisten Erwachsenen in eine gesunde Ernährung einbinden.“

Quelle: British Medical Journal

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